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Die FritzBox als NAS nutzen

 Einleitung

Cloud-Speicher ist heutzutage in aller Munde und beliebter denn je. Doch häufig ist der von Anbietern beworbene und teils kostenfreie Speicher verhältnismäßig klein.

Datenvolumen von 1 bis 5 GB sind heutzutage schnell verbraucht und die Kosten für eine Speichererweiterung auf 100 GB und mehr schlagen kräftig zu Buche.

Berücksichtigt man nun jedoch, dass heutzutage Fotos mit 10, 20 oder mehr Megapixel aufgenommen und Videos meist in Full-HD mit 1080p oder sogar in 4k-Auflösung gefertigt werden, dann beginnt man mit der Suche nach Alternativen.

 Fritzbox als NAS

Habt ihr eine FritzBox zuhause, dann könnt ihr selbst schnell und einfach ein kleines NAS aufbauen. Dazu benötigt man nicht mehr als einen USB-Datenträger mit ausreichend Speicherplatz.

Nachdem die Festplatte verbunden wurde, kann nun der Zugriff verwaltet werden und auch die Möglichkeit des Media-Streaming ist innerhalb des Heimnetzes möglich.

In unserem Beispiel haben wir eine Festplatte am Computer formatiert und eine Ordnerstruktur erstellt. So befinden sich im Verzeichnis FTP die Ordner für jeden einzelnen Benutzer, sowie ein Ordner „Public“ auf den alle Nutzer zugreifen können.

 Zugriff auf die FritzBox aus dem Internet

Um es ganz kurz zu fassen: Jeder Router bekommt vom Internetanbieter eine IP zugewiesen. Diese ändert sich je nach Anbieter in regelmäßigen Abständen, sowie bei einem Neustart des Routers.

Um nun beispielsweise vom Smartphone auf die FritzBox zuzugreifen müsste man die IP-Adresse des Routers wissen. Und wer beispielsweise sein NAS mit einem Freund teilen möchte um Daten auszutauschen, müsste ihm die IP bei jedem Wechsel ebenfalls mitteilen.

Um das einfacher zu gestalten bietet AVM, der Hersteller der FritzBox, einen kostenlosen Service an. Hier bekommt man eine richtige Internet-Adresse über die die FritzBox aus dem Internet erreichbar ist – unabhängig davon, welche IP-Adresse der Router gerade hat.

MyFritz nennt sich dieser Service und kann direkt in der Benutzeroberfläche der Fritzbox aktiviert und eingerichtet werden.

 Der Aufbau der MyFritz-Adresse

Dabei ist die Adresse, die man von AVM erhält einheitlich aufgebaut.

Sie beginnt mit einer einmaligen ID die mit eurem Router verknüpft ist, sowie der einheitlichen Zugriffsadresse myfritz.net.

Beispielsweise könnte die Adresse so aussehen:
lkaskdnei5092ndfnvgj.myfritz.net

In den folgenden Beispielen verkürzen wir dies auf [ID].myfritz.net

 Erste Schritte

Angenommen wir haben einen Freund mit Namen Christian und wollen ihm einen Ordner auf unserem Fritzbox!NAS freigeben, damit wir mit ihm Dateien austauschen können.

Er benötigt also Schreib- und Leserechte, aber eben nur für einen Ordner.

Im folgenden Video seht ihr, welche Daten wir sammeln müssen und wie ein neuer Benutzer mit diesen Zugriffsrechten angelegt wird.

https://youtu.be/r05xD3Gz_eo

 Zugriff auf das NAS

Nachdem das erledigt ist, teilen wir unserem Nutzer die gesammelten Daten mit. Er hat nun mehrere Möglichkeiten auf seinen Datenordner zuzugreifen.

A) Zugriff per Browser (systemunabhängig)

Es spielt keine Rolle über welchen Browser ihr geht oder auf welchem System. Der Zugriff kann sowohl per Smartphone als auch über PC (mit Windows, Linux, ...) oder MAC erfolgen.

Dazu gebt ihr einfach die Adresse der Fritzbox in die Adresszeile ein und hängt ein /NAS dahinter.

http://[ID].myfritz.net/nas

Auf der nun angezeigten Startseite meldet ihr euch dann mit den Zugangsdaten an und habt Zugriff auf eure Daten.

Oft kommt es beim ersten Aufruf der Seite zu einer Meldung des Browsers. Die Meldung warnt vor der aufgerufenen Internet-Seite, da diese nicht zertifiziert sei.

Diese kann (hier im Beispiel von Google Chrome) durch klicken auf “Erweitert” und dann auf “weiter (unsicher)” übergangen werden. Um die Meldung dauerhaft abzuschalten könnt ihr ein Zertifikat installieren, dass die Fritzbox euch zur Verfügung stellt.

In diesem Video zeigen wir euch, wie ihr das Zertifikat erhaltet und wie es installiert wird.

Wer anderen den Zugriff auf seinen Cloudspeicher erleichtern möchte, kann dieses Zertifikat per Mail oder Messenger an seine Freunde übermitteln. Diese können es dann ebenfalls installieren um die Fehlermeldung auf Dauer abzuschalten.

https://youtu.be/Dl7Ha3pfJhM
B) Zugriff per Smartphone

Das Beispielvideo zeigt die Einrichtung auf einem Android-Smartphone. Die Vorgehensweise ist adaptierbar für iPhone und Co. bei Nutzung einer vergleichbaren App.

In unserem Beispiel verwenden wir diesen Dateimanager: Dateimanager+

https://youtu.be/x7NUZ1ensFI
C) NAS als Laufwerk unter Windows 10 einrichten

Um das NAS mit dem PC zu verbinden gibt es 2 Möglichkeiten.

Zugriff aus dem Heimnetz

Um aus dem Heimnetz auf das NAS zuzugreifen kann man eine Netzadresse verbinden und mit einem Laufwerksbuchstaben versehen.

Um einem Fritz!NAS-Ordner einen Laufwerksbuchstaben vergeben zu können, müssen wir erst den SMB-Dienst installieren. Dieser ist seit Windows 10 nicht mehr von Beginn an aktiviert.

Um beispielsweise jedem angelegten Benutzer ein eigenes Laufwerk zuzuweisen, damit wir später schnell auf den jeweiligen Benutzerordner zugreifen können, vergeben wir im Video den Laufwerksbuchstaben V: und verknüpfen ihn mit dem Benutzerordner von Christian.

Wie die Installation des SMB-Dienstes und die Laufwerkszuweisung abläuft, zeigen wir euch hier:

https://youtu.be/R7xi4erWX7s

Zugriff aus dem Internet

Um aus dem Internet auf das NAS eines Freundes zugreifen zu können kann man unter Windows 10 eine Netzwerkadresse verbinden. Diese ist dann mit einem Doppelklick sofort erreichbar. So kann man bequem Daten austauschen, ohne sich in ein FTP-Programm einarbeiten oder den Umweg über die umständliche Web-Oberfläche der Fritzbox nehmen zu müssen.

https://youtu.be/9aDjGOQCkn8

Wer möchte kann natürlich auch das Kennwort speichern, damit die Abfrage nicht bei jedem Zugriff erscheint.

D) Ordner mit dem NAS synchronisieren

Nehmen wir einmal an, dass wir gern Musik über das Smartphone hören und täglich Fotos und Videos aufnehmen.

Jetzt möchten wir die Daten gern auf dem NAS zwischenspeichern, damit nicht wegkommt und damit wir zuhause sofort Zugriff vom PC haben, ohne nochmal ans Handy zu müssen.

Beispielsweise kann man seine Musik-Sammlung auf dem Smartphone mit dem NAS synchronisieren. Dadurch ergibt sich die Option am PC die NAS-Inhalte zu ändern. Beispielsweise Alben löschen und neue Songs hinzuzufügen - anschließend braucht man am Smartphone nur die Synchronisation neu zu starten und schon ist man wieder auf dem neuesten Stand, ohne das Handy mit dem PC verbinden zu müssen oder jeden Track einzeln per App zu kopieren.

Das lässt sich ganz leicht realisieren. In unserem Beispiel haben wir diese App genutzt:
SyncMe Wireless

Im folgenden Video zeigen wir das Einrichten eines Nutzers und die Konfiguration zur manuellen Synchronisation. Immer, wenn wir die Synchronisierung starten, wir der gesamte Inhalt des NAS-Nutzers mit dem festgelegten Ordner des Smartphones synchronisiert.

https://youtu.be/L_w_a2DdbCQ

Natürlich dauert der Datenabgleich nicht immer gleich lang. Denn die App aktualisiert nur die Daten, die auch geändert wurden. Außerdem ist zu beachten, dass die Einstellungen wie im Video auch Daten auf beiden Seiten löscht, wenn diese auf dem NAS oder dem Smartphone gelöscht werden.

Die Einstellmöglichkeiten sind vielfältig und jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Art der Synchronisierung er wählt.

Außerdem sollte man beachten, dass die Synchronisierung wie sie hier gezeigt wird, auch über die mobilen Daten funktioniert und somit das mobile Datenvolumen beansprucht. Man kann auch eine reine WLAN-Synchronisierung einrichten.


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